KAB-Diashow CETA&TTIP Demo in Stuttgart

Rede von Peter Niedergesäss

Ein bunter Demonstrationszug schlängelte sich am Samstag, 17. September durch Stuttgart.

Ein bunter Demonstrationszug schlängelte sich am Samstag durch Stuttgart. ‎40 000 Menschen demonstrierten gut gelaunt und friedlich gegen die Freihandelsabkommen CETA, TTIP und TISA. Nach der Auftaktkundgebung am Mittag startete der Demonstrationszug vom Hauptbahnhof über Rotebühlplatz und Charlottenplatz zurück zum Arnulf-Klett-Platz vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Der Zug wurde begleitet von einem vielfältigen Kulturprogramm - Straßentheater, Bands, Trommler sowie Künstlerinnen und Künstlern. Die letzten Demonstrierenden gingen los, als die Spitze des Zuges bereits den Charlottenplatz erreicht hatte.

„Die weit über unseren Erwartungen liegende, hohe Teilnehmerzahl zeigt deutlich, wie stark die Ablehnung der Freihandelsabkommen ist“, resümierten Peter Niedergesäss von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), als Vertreter der Organisatoren.

. „Die Demo ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen sind in Stuttgart heute gemeinsam auf die Straße gegangen“, freut sich Bernadette Schwarz, Vorsitzenden im Bezirk Bodensee.

KAB-Diözesansekretär Niedergesäss betonte bei seiner Rede vor den Demonstranten: „Mit den geplanten Freihandelsabkommen werden demokratisch errungene soziale Standards auf dem Altar des Handels geopfert. Die KAB kämpft für Handelsverträge, die ethischen Grundsätzen Stand halten, die den Schwächsten und Armen eine Chance für ein gutes Leben ermöglichen, statt weiterhin die Gesellschaft zu spalten.“

Für die evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg und für die Erzdiözese Freiburg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart der katholischen Kirche sagte Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden: „Es geht uns nicht in erster Linie um ein Nein. Unsere Vision geht weiter: Wir wollen Globalisierung gerechter gestalten! ‎Wir treten für einen Handel ein, der fair, nachhaltig und partnerschaftlich ist. Wir fordern als Kirchen und Entwicklungshilfeorganisationen, dass sich gerade das wirtschaftliche Handeln an Gerechtigkeit und Nächstenliebe orientiert. Alles andere ist nicht enkeltauglich!“

Bundesweit haben 320.000 Menschen an sieben Demonstrationen teilgenommen. In Stuttgart hatte ein breites gesellschaftliches Bündnis Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg zum Protest aufgerufen. Die Organisatoren der Stuttgarter Demo fordern den sofortigen Stopp der Verhandlungen zu TTIP und die Aussetzung der Ratifizierung von CETA.

Das Bündnis in Baden-Württemberg umfasst Umweltschutzverbände, Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbände wie die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, kultur-, demokratie-, entwicklungspolitische und globalisierungskritische Organisationen, Initiativen für Verbraucherschutz und nachhaltige Landwirtschaft sowie die katholischen und evangelischen Kirchen.