Statt TTIP, CETA&CO: fairer, gerechter und demokratischer Handel geht so

KAB-Tagesseminare im November 2017

Es ist Zeit, Visionen für eine neue Wirtschafts- und Handelspolitik zu entwickeln und die bisherige Handelspolitik der EU neu auszurichten. Es braucht Grundsätze für eine Handelspolitik zu entwickeln, die soziale und die Umwelt betreffende Schutzmaßnahmen, Arbeitnehmer- und Menschenrechte in den Mittelpunkt stellt.

Bei unseren Seminaren wollen wir darüber nachdenken, wie könnte ein fairer, gerechter und demokratisch kontrollierter Handel aussehen? Was wäre dabei speziell für Sie von besonderer Bedeutung? Mit Ihnen zusammen entwickeln und diskutieren wir eine grundlegende Neuausrichtung der bisherigen Wirtschafts- und Handelspolitik.

Samstag, 4.11.2017

Bezirk Donau und Oberschwaben                         Ernst Bodenmüller

Bezirk Reutlingen-Horb                   Erzsébet-Noémi Noje-Knollmann

Bezirk Unterer Neckar                                        Joachim Kühner

Flyer

    Samstag 11.11.2017

    Bezirk Aalen und Hohenrechberg                                Ernst Bodenmüller

    Bezirk Bodensee                                                                   Peter Niedergesäss

    Bezirk Heidenheim                                                           Ákos Csernai-Weimer  

    Bezirk Stuttgart und Schönbuch       Erzsébet-Noémi Noje-Knollmann

    Freitag, 17.11.2017

    Bezirk Hohenstaufen                                                 Ákos Csernai-Weimer       

    Samstag, 18.11.207

    Bezirk Enz-Neckar                                                        Christian Gojowczyk

    Flyer

      Bezirk Schwarzwald-Baar-Heuberg       Erzsébet-Noémi Noje-Knollmann 

      Freitag, 24.11.207

      Bezirk Esslingen                                                                      Paul Schobel 

      Samstag, 25.11.2017

      Hohenlohe                                              Christa Wolpert und Joachim Kühner

      Flyer

        KAB-Diashow CETA&TTIP Demo in Stuttgart

        Rede von Peter Niedergesäss

        Ein bunter Demonstrationszug schlängelte sich am Samstag, 17. September durch Stuttgart.

        Ein bunter Demonstrationszug schlängelte sich am Samstag durch Stuttgart. ‎40 000 Menschen demonstrierten gut gelaunt und friedlich gegen die Freihandelsabkommen CETA, TTIP und TISA. Nach der Auftaktkundgebung am Mittag startete der Demonstrationszug vom Hauptbahnhof über Rotebühlplatz und Charlottenplatz zurück zum Arnulf-Klett-Platz vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Der Zug wurde begleitet von einem vielfältigen Kulturprogramm - Straßentheater, Bands, Trommler sowie Künstlerinnen und Künstlern. Die letzten Demonstrierenden gingen los, als die Spitze des Zuges bereits den Charlottenplatz erreicht hatte.

        „Die weit über unseren Erwartungen liegende, hohe Teilnehmerzahl zeigt deutlich, wie stark die Ablehnung der Freihandelsabkommen ist“, resümierten Peter Niedergesäss von der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), als Vertreter der Organisatoren.

        . „Die Demo ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, unterschiedlichste Bevölkerungsgruppen sind in Stuttgart heute gemeinsam auf die Straße gegangen“, freut sich Bernadette Schwarz, Vorsitzenden im Bezirk Bodensee.

        KAB-Diözesansekretär Niedergesäss betonte bei seiner Rede vor den Demonstranten: „Mit den geplanten Freihandelsabkommen werden demokratisch errungene soziale Standards auf dem Altar des Handels geopfert. Die KAB kämpft für Handelsverträge, die ethischen Grundsätzen Stand halten, die den Schwächsten und Armen eine Chance für ein gutes Leben ermöglichen, statt weiterhin die Gesellschaft zu spalten.“

        Für die evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg und für die Erzdiözese Freiburg und die Diözese Rottenburg-Stuttgart der katholischen Kirche sagte Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden: „Es geht uns nicht in erster Linie um ein Nein. Unsere Vision geht weiter: Wir wollen Globalisierung gerechter gestalten! ‎Wir treten für einen Handel ein, der fair, nachhaltig und partnerschaftlich ist. Wir fordern als Kirchen und Entwicklungshilfeorganisationen, dass sich gerade das wirtschaftliche Handeln an Gerechtigkeit und Nächstenliebe orientiert. Alles andere ist nicht enkeltauglich!“

        Bundesweit haben 320.000 Menschen an sieben Demonstrationen teilgenommen. In Stuttgart hatte ein breites gesellschaftliches Bündnis Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg zum Protest aufgerufen. Die Organisatoren der Stuttgarter Demo fordern den sofortigen Stopp der Verhandlungen zu TTIP und die Aussetzung der Ratifizierung von CETA.

        Das Bündnis in Baden-Württemberg umfasst Umweltschutzverbände, Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbände wie die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, kultur-, demokratie-, entwicklungspolitische und globalisierungskritische Organisationen, Initiativen für Verbraucherschutz und nachhaltige Landwirtschaft sowie die katholischen und evangelischen Kirchen.