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Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart

Europäische Pflegestrategie

Europäische Pflegestrategie - Die EU ist gefördert

Während der Corona-Pandemie haben in den 27 EU-Mitgliedstaaten knapp 421 000 Beschäftigte in der Pflege ihre Arbeit aufgegeben. Das geht aus dem Bericht des EGÖD/EPSU (Europäischer Gewerkschaftsbund für den öffentlichen Dienst) hervor.

Schon Mitte September 2021 kündigte Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union eine neue europäische Strategie für Pflege und Betreuung an. Das ließ die europäischen Gewerkschaften aufhorchen und sie organisierten für den „Global Day of Care“ am 29. Oktober eine Aktion vor dem Europäischen Parlament.

Mehrere gewerkschaftlich organisierten Pflegekräfte aus den Niederlanden, Belgien, Spanien, Frankreich und Deutschland trafen sich in Brüssel. “ Der Austausch mit den Kolleginnen war super interessant“, so Ilka Steck, die für ver.di nach Brüssel gereist war. Bei einem gemeinsamen Abendessen wurden die Erfahrungen in der Pandemie in einem Sprachkauderwelsch ausgetauscht. Alle waren sich einig: „ Wir sind motiviert und arbeiten gerne in der Pflege, aber es sind in ganz Europa die gleichen Probleme! Und das Virus macht nicht vor den Grenzen halt – umso wichtiger ist die internationale Zusammenarbeit.“

Mit über 20 Abgeordneten fanden im Europaparlament Gespräche statt. „Die Führung durch das Europäische Parlament war sehr beeindruckend, ich durfte sogar ans Rednerpult“. Die Gespräche fanden in freundlicher Atmosphäre statt. „ Doch ob sich etwas ändert, das wage ich zu bezweifeln. Auch die EU muss an ihren Taten gemessen werden. Ich nehme die Aufgabe gerne an, immer wieder daran zu erinnern“, betont Steck.

Am nächsten Morgen wurden dann gemeinsam dutzende von weißen Clogs und die Zahl 421 000 in groß auf der Esplanade zwischen Europäischem Rat und Europäischem Parlament aufgestellt. Diese symbolisieren die in den letzten Jahren ausgestiegenen Pflegekräfte.

In ihrer kurzen Rede vor Interessierten und Pressevertretern betonte Steck: “ Corona hat allen gezeigt wie knapp alles bemessen ist. Die zusätzliche Belastung wurde gestemmt – aber jetzt müssen Taten folgen. Alle, die für uns geklatscht haben, müssen sich gemeinsam einsetzen für eine echte Reform in der Pflege. Diese wird es nicht umsonst geben, aber wenn der Applaus ernst gemeint war, dann steht für die Pflege ein!“

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