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Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart

Tag der Pflege 2020

Mehr Respekt. Mehr Zeit. Jetzt handeln.

Unter diesem Motto führt die KAB, Katholische Arbeitnehmerbewegung ihre Kampagne für bessere Bedingungen in der Pflege weiter. Gerade jetzt, in der „Corona-Krise“, da offensichtlich wird was Arbeitnehmer*innen  in der Pflege leisten.

Bist Du dabei?  0160/93809954

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Heike Hager

Aktuell wird erkannt wie wichtig unsere Arbeit ist. Das finde ich gut, doch diese Erkenntnis wird nicht anhalten. Nach der Corona Krise wird die Wirtschaftskrise kommen und dann ist wieder kein Geld da Arbeitsbedingungen werden sich erst dann wirklich verbessern, wenn keine Gewinne aus der Pflege gezogen werden.                 

Mehr Lohn muss sein. Anerkennung zeigt sich auch, wenn mit gutem Willen geregelt wird, was geregelt werden kann. Dass auf 5 Tage Arbeit zwei freie Tage folgen, regelmäßig. Das wäre Wertschätzung. Oder auf 10 Tage vier freie Tage am Stück.

Wenn ich die Dankesreden ernst nehmen soll, erwarte ich, dass jetzt dafür ein gesetzlicher Rahmen geschaffen wird. Politik soll jetzt ihren Job machen und einen guten Rahmen regeln für uns systemrelevante Gesundheitsarbeiter*innen. Ich will jetzt endlich sehen, dass der politische Wille dafür da ist.

Heike Hager, Altenpflegehelferin und Diplompflegewirtin (FH), Schwäbisch Gmünd

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Sandra Lutz

Es passieren schöne Dinge, konkrete Unterstützung, eine Firma zum Beispiel spendet Schutzmasken.

Ich freu mich, dass meine Gewerkschaft die Sonderzahlung auf den Weg gebracht hat. Aber das lange Hick Hack, wer zahlt hat mich genervt.  Ebenso, dass eine der ersten Aktivitäten war, die Personaluntergrenzen außer Kraft zu setzen und flugs in das Arbeitszeitgesetz eingegriffen wurde, um 12 Stundenschichten –dauerhaft- zu ermöglichen. Ich fürchte nach dieser Krise sind die Pflegekräfte völlig ausgelaugt.

Mittelfristig wünsche ich mir mehr Mitspracherechte für uns „arbeitende Bienchen“ und bin auch bereit mich dafür zu engagieren. Akzeptanz auf Augenhöhe, also professioneller Umgang mit Interessensvertretungen, ist mal ein Anfang.

Sandra Lutz-Lang, Altenpflegerin, Aalen

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Gabriele Afheldt

Gabriele Afheldt                                                     

Gut, wenn die derzeitige Krise den Blick auf die Bedeutung des Pflegeberufs lenkt.

Ich beobachte immer mehr, dass Pflegekräfte ihre Bestätigung daraus ziehen, besonders viele –und mehr als ihr Kollege- Menschen gewaschen, gebadet, versorgt zu haben.  Die Arbeitgeber signalisieren den „menschlichen Waschmaschinen“ genau das richtige zu tun. Ein Ergebnis der gewollten Ökonomisierung.

Notwendig ist eine Besinnung auf das Wesentliche. Eine examinierte Pflegekraft muss die Verantwortung tragen können, sie muss Arbeit einteilen, sie muss behandlungspflegerische Tätigkeiten durchführen, Pflege planen und überwachen. Dafür benötigt sie Zeit und einen Überblick auf das Geschehen vor Ort.

Ich wünsche mir, dass „die Gesellschaft“ mobilisiert wird, und aktiv die Anliegen der Pflege unterstützt.

Gabriele Afheldt, Lehrerin in der Altenpflege, Aalen

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Susanne Lutz

Erstaunlich viele Menschen sprechen jetzt über Pflege und entwickeln dabei auch gute Ideen.

Ich setze darauf, dass Pflegefachfrauen-und Männer jetzt endlich die Notwendigkeit sehen, selbst etwas zu tun und sich organisieren. Scharenweise müssten sie in Verbänden oder der Gewerkschaft aktiv werden. Ohne Engagement wird sich nichts verändern. Schon gar nicht innerhalb der eigenen Berufsgruppe.

Oder umgekehrt: mit Engagement lässt sich was bewegen wie die Entlastungsbewegung mit dem Motto „Mehr von uns ist besser für alle“ zeigt. Grundsätzlich gilt das für alle Berufe im Gesundheitssektor. Mir persönlich liegt die Eigenständigkeit der Profession Pflege besonders am Herzen. Mich berufspolitisch zu engagieren macht mir Freude. Ich bin überzeugt, damit zum Gemeinwohl und zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Pflegeberufe beizutragen.

Susanne Lutz, Krankenschwester, Referentin für Fort-und Weiterbildung, Stuttgart

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