Sonntag für sozial Gerechtigkeit
Stimmt. Frauen leben länger - aber wovon?
Der Sonntag der sozialen Gerechtigkeit fällt auch auf den Weltfrauentag. Frauen leben weltweit im Durchschnitt länger als Männer. Die Ursachen sind vielfältig und umfassen biologische, soziale, kulturelle und gesellschaftliche Faktoren. Finanziell gut abgesichert sind Frauen aber noch lange nicht. Nicht im Alter. Auch nicht davor. Noch immer verdienen
Frauen häufig weniger als Männer, selbst bei vergleichbarer Tätigkeit, Qualifikation und Verantwortung. Teilzeit, Erwerbsunterbrechungen wegen Sorgearbeit, schlechter bezahlte Branchen und unterschiedliche Bezahlung in Führungspositionen verstärken diese Ungerechtigkeit. Die Folgen reichen weit über das aktuelle Monatsgehalt hinaus: weniger Kurzarbeitergeld, weniger Arbeitslosengeld, weniger Krankengeld, geringere Renten. Und weniger Spielraum für private Vorsorge. Die Ungerechtigkeit der ungleichen Bezahlung ist ein ernstes Problem, das sowohl die Betroffenen als auch die Gesellschaft betrifft. An diesem Vormittag schauen wir darauf, warum Entgeltungleichheit so hartnäckig bleibt, welche Mechanismen dahinterstehen – von intransparenten Gehaltstrukturen bis zu unterschätzter Arbeit – und was wir konkret dagegen tun können. Es geht um faire Bezahlung für alle Geschlechter und verbindliche Transparenz.
Wir laden ein, diesen Fragen nachzuspüren.
Termin:
Sonntag 8. März 2026
Ort
Katholische Kirche Christkönig
Adolf-Kolping-Str. 3, 73033 Göppingen
Programm
9:00 Uhr Thematischer Gottesdienst
10:30 Uhr Frühschoppengespräch,
Vortrag mit Diskussion zum Thema: Stimmt. Frauen leben länger. Aber wovon?
Unsere Referentin
Leni Breymaier, SPD-Politikerin und Gewerkschafterin. Nach ihrer Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau engagierte sie sich als Betriebsrätin und arbeitete ab 1982 hauptamtlich in den Gewerkschaften. Sie war stellvertretende Vorsitzende des DGB Baden-Württemberg, zehn Jahre lang ver.di-Landesbezirksleiterin. Sie war Arbeitnehmervertreterin in Gremien
der Sozialversicherungen. Von 2008 bis 2016 war sie Richterin am Staatsgerichtshof Baden-Württemberg. Von 2016 bis 2018 führte sie die SPD Baden- Württemberg als Landesvorsitzende. Mitglied des Deutschen Bundestages war sie von 2017 bis 2025.