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13.07.2019

Am 1. Juli 2015 ist das Bildungszeitgesetz in Kraft getreten.

Anlässlich dieses Vier-Jahr-Jubiläums zeigt das Bündnis Bildungszeit vor dem baden-württembergischen Landtag Präsenz. Die KAB fordert den Ausbau des Bildungszeitgesetz, weil es sich bewährt hat.

Fünf Tage für berufliche, politische Bildung und für die Ehrenamtsqualifizierung haben sich bewährt.

Bündnis Bildungszeit feiert vier Jahre Bildungszeit - 17 Organisationen zeigen in Stuttgart Präsenz

Am 1. Juli 2015 ist das Bildungszeitgesetz in Kraft getreten. Anlässlich dieses Vier-Jahr-Jubiläums zeigt das Bündnis Bildungszeit vor dem baden-württembergischen Landtag Präsenz.

17 Organisationen stellen in einer symbolischen Aktion die Bedeutung der drei Säulen des Gesetzes dar: die berufliche und die politische Weiterbildung sowie die Ehrenamtsqualifizierung. Im Gespräch mit der Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sowie mit Abge­ordneten der Grünen, der CDU und der SPD verdeutlicht das Bündnis den Wert der Bildungszeit. Der Anspruch auf fünf Tage bezahlte Freistellung für die Beschäftigten und ein breites Spektrum an Weiterbildungsangeboten seien die Garanten dafür, dass die Bildungszeit von möglichst vielen Beschäftigten gewinnbringend genutzt werden könne.

Für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der mit seinen acht Mitgliedsgewerkschaften Teil des Bündnisses ist, sagte der Landesvorsitzende Martin Kunzmann: „Die Bildungszeit macht die Menschen klüger. Sie hat sich bewährt als Instrument zur beruflichen Weiterqualifizierung und leistet einen Beitrag zur Stärkung der Demokratie. Angesichts des rasanten Wandels in der Arbeitswelt und des Rechtsrucks in der Gesellschaft brauchen wir die Bildungszeit dringender denn je. Die Kosten für die Bildungszeit sind fair verteilt: Die Arbeitgeber stellen die Beschäftigten frei.

Die Beschäftigten zahlen für die Bildungsmaßnahme."

Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg: „Seit Inkrafttreten des Gesetzes haben allein bei der IG Metall mehr als 6000 Beschäftigte gut 300 Seminare besucht. Sie haben sich mit den Megathemen Transformation in der Autoindustrie, Industrie 4.0, Digitalisierung intensiv auseinandergesetzt, ebenso wie mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen. Das ist eine Erfolgsgeschichte. Es spricht alles dafür, diese Erfolgsgeschichte im Interesse der Beschäftigten weiter zu schreiben. Gerade in diesen turbulenten Zeiten gilt es, aktiv für die politische Bildung einzutreten. Denn nur wachsame Demokratinnen und Demokraten können engagiert für die Demokratie eintreten."

Pfarrer Dr. Wolfgang Schnabel, Vorsitzender der Kirchlichen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg (KiLAG): „Die Kirchliche Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung in Baden-Württemberg (KiLAG) setzt sich dafür ein, dass das Bildungszeit­gesetz in seiner jetzigen Form, speziell für die Qualifizierung von Ehrenamtlichen, nicht nur erhalten bleibt, sondern weiterentwickelt wird. Ohne das Ehrenamt funktioniert keine Sozialgemeinschaft. Eine Qualifizierung ist für die hochsensible Arbeit, wie zum Beispiel in der Notfallseelsorge oder in der Hospizarbeit, zwingend notwendig und gehört staatlich gefördert. Eine zusätzliche Belastung zur ehrenamtlichen Arbeit durch das Einbringen der drei von fünf Bildungszeittagen durch Urlaub oder Überstunden ist den kirchlichen Ehrenamtlichen nicht zumutbar. Die Möglichkeit, Bildungszeit zu nehmen, wird von den Ehrenamtlichen, wie der Evaluationsbericht schreibt, als, wichtige Unter­stützung und Anerkennung ehrenamtlich engagierter Menschen in Baden-Württemberg angesehen.'"

Peter Niedergesäss, Diözesansekretär bei der Landesarbeitsgemeinschaft der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung (KAB): „Baden-Württemberg steckt in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Dieser Prozess will begleitet sein. Deshalb muss die gesetzliche Bildungsfreistellung von fünf Tagen pro Jahr, durch die ein lebenslanges Lernen ermöglicht wird, erhalten bleiben. Sowohl in der politischen Bildung wie in der Ehrenamtsqualifikation. Dort werden Teamfähigkeit, Sozialkompetenz und ein vernetztes Denken als entscheidende Qualifikationen für die sich wandelnden Anforderungen in einer globalisierten Welt vermittelt."

Claudia Ernst, stellvertretende Vorsitzende des Landesjugendrings Baden-Württemberg: „Die Mitgliedsorganisationen des Landesjugendrings haben sich für die Schulungen der ehrenamtlich Tätigen auf Mindeststandards geeinigt, die eine Schulungsdauer von mindestens 40 Unterrichts­einheiten vorsehen. Damit ist sichergestellt, dass ehrenamtliche Jugendgruppenleiter*innen genügend Zeit haben, sich auf ihre verantwortliche Aufgabe vorzubereiten. Wer qualifizierte Ehrenamtliche in der Jugendarbeit haben will, kann daher nicht hinter die fünf Tage Freistellung zurückgehen!" Außerdem kritisiert Ernst das aufwendige Verfahren zur gesonderten Anerkennung für Träger von Qualifizierungsmaßnahmen im ehrenamtlichen Bereich: „Für viele unserer Jugendverbände ist der Umfang und die damit verbundenen Kosten des Anerkennungsverfahrens im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Strukturen kaum zu stemmen. Eine unnötige und ärgerlich hohe Hürde, die dazu führt, dass bislang noch wenige Organisationen aus der Jugendverbandsarbeit zertifiziert sind. Hier sollte dringend nachgesteuert werden."

Wolfgang Fleiner, Vizepräsident Geschäftsführung Schwäbischer Turnerbund: „Das Bildungszeit­gesetz und die damit verbundene Rechtsverordnung für die Qualifizierung im Ehrenamt ist in seiner derzeitigen Form eine wichtige Unterstützung für das Ehrenamt im Sport. Die Evaluierung liefert keine hinreichenden Argumente, um den fünftägigen Freistellungsanspruch für Qualifizierung im Ehrenamt infrage zu stellen. Der Schwäbische Turnerbund lehnt deshalb Veränderungen bei der Finanzierung und des Freistellungsumfanges für Ehrenamtsqualifizierungen sowie Einschränkungen der aufgeführten Arten ehrenamtlicher Tätigkeiten ab."

 

weitere Mitglieder im Bündniss sind:

Arbeitsgemeinschaft des Bürgerschaftlichen Engagements in Baden-Württemberg e.V. (ARBES e.V.) AWO Bezirksverband Württemberg e.V.

Betriebsseelsorge in der Diözese Rottenburg-Stuttgart BUND Landesverband Baden-Württemberg e.V.

Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg, Landesbüro der Friedrich-Ebert-Stiftung Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg

Katholische Erwachsenenbildung Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V.

Landesfrauenrat Baden-Württemberg
Arbeitsgemeinschaft Ländliche Erwachsenenbildung Baden-Württemberg

Bericht zum herunterladen

 

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