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05.06.2018

KAB „Rückgrat zeigen für gute Arbeitsbedingungen in der Pflege“

Der KAB Treffpunkt Arbeitnehmer*innen hatte zur Mitmachaktion in der Fußgängerzone in Aalen eingeladen Wir demonstrieren hier öffentlich was wir das Jahr über machen: uns stärken für den Kampf um gute Arbeitsbedingungen in der Pflege, so Ute Kaiser vom Treffpunkt-Team. Bei schönem Wetter und guter Laune „turnten“ ca. 70 Pflegekräfte und stellten fest: wir werden immer mehr….

Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Bezirk Aalen

TREFFPUNKT Arbeitnehmer*innen in der PFLEGE

Im TREFFPUNKT Arbeitnehmer*innen in der PFLEGE sammeln sich professionell Pflegende aus den Bereichen stationäre Altenhilfe und ambulante Pflege. Arbeitnehmer*innen unterschiedlicher Einrichtungen treffen sich in ihrer Freizeit ca. 6 mal im Jahr zum Austausch.

Der TREFFPUNKT wurde 2011 von der KAB (Katholische Arbeitnehmerbewegung) Bezirk Aalen initiiert.

Aktion am 5. Juni Marktplatz Aalen

„Wir Pflegen gerne und sehr gut – höchste Zeit für bessere Arbeits- und Lohnbedingungen“

Text der einleitenden Worte von Maria Sinz, Initiatorin des KAB TREFFPUNKTES Arbeitnehmer*innen in der PFLEGE.

„ Klasse dass Ihr da seid! Und Klasse , dass die Frauen des KAB TREFFPUNKTES Arbeitnehmer*innen in der PFLEGE entschieden haben heute hier zu stehen .

Ich komme gerne, um für unseren schönen Beruf einzustehen war von Kolleginnen zu hören.

In einem alten Arbeiterinnenlied heißt es: „die Frauen die sich wehren, wehren aller Menschen Plag“.

Vermutlich gilt dass nirgends so sehr wie in der Pflege:

Ihr steht hier für Euch, für Euren Beruf, für Eure Bewohner und Patienten, und für deren Angehörige.

Und als Mahnung an Politik und Gesellschaft.

Der KAB TREFFPUNKT Arbeitnehmer*innen in der PFLEGE lädt (wie andere) seit fünf Jahren immer mal wieder zu einer Aktion ein. Mittlerweile sei das Thema in der Politik angekommen.

Man fragt sich aber was genau angekommen ist.

Azubis im ersten Jahr sollen nicht mehr auf den Pflegeschlüssel angerechnet werden. Hört sich für Fachfremde gut an.

Das reicht uns nicht. Das ist ein so kleiner Schritt, dass er in der Praxis wieder gar nicht ankommt.

Stichwort: Anleiterstunden in der Freizeit, Azubis als Schichtleiter…. Als Dauereinspringer bei Krankheit usw., Arbeit an Wochenenden während des Schulblocks. Azubis sind keine Lasttiere.

Und zu den versprochenen Rückkehrprämien ist nur eines zu sagen:

Wer tut mehr für das Halten von Fachkräften:

Ein Minister, der Kopfprämien verspricht, oder die Betriebsrätin die für die Bezahlung von Überstundenzuschlägen kämpft?

Einige tragen das Aktions T-shirt von 2016:

Tempolimit für die Pflege.

Darum geht es im Kern:

Um mehr Zeit zwischen Pfleger und Patient. Zwischen Pflegerin und Bewohner.

Um Entschleunigung, damit die Arbeit gut gemacht werden kann.

Menschen sind keine Maschinen und Pflege ist keine Ware. Pflege ist Beziehungsarbeit und ein Vertrauensgut.

Im Bundestag wurde gestern die richtige Anfrage gestellt:

Wichtig ist Pflegende und pflegende Angehörige nicht gegeneinander auszuspielen. Deshalb müssen flächendeckende Tarifliche Bezahlung und guter Personalschlüssel von der Pflegeversicherung übernommen werden. Der Eigenanteil der Bewohner und Patienten ist zu deckeln.

Bei der Einführung der Pflegeversicherung war die Absicht des Gesetzes, die Kosten für Pflege zu übernehmen, davon sind wir mittlerweile weit entfernt.

Pflege ist keine Privatsache, gebrechliche und kranke Menschen werden in unserer Gesellschaft solidarisch getragen. Das ist unsere Vision.


Und dafür machen wir uns stark. Kein Wettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten.

Wir richten uns auf. Wir stärken uns gegenseitig den Rücken. Wir stehen ein für uns, unseren schönen Beruf, unsere Bewohner und Patienten, und deren Angehörige.

Herzliche Einladung mitzumachen.

Ansprechpartnerin: Maria Sinz MSinz@blh.drs.de 07361/59072

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