Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie auf "Akzeptieren" klicken, stimmen Sie dem Einsatz von Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.

Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart

13.05.2020

Tag der Pflegenden in der Liebenau. Genug geklatscht – Beschäftigte fordern zum Tag der Pflegenden endlich Taten

 – gerade der Vorstand der Liebenau ist den Beschäftigten einen fairen Lohn schuldig. Lange wurden sie übersehen, nun stehen sie im Rampenlicht.

Sie arbeiten bis an physische und psychische Grenzen, machen Zusatzschichten, bleiben freundlich und setzen sich der Gefahr von Ansteckung aus: Menschen in der Pflege. Am Dienstag, 12. Mai, findet der Internationale Tag der Pflegenden statt, um auf die Situation der Beschäftigten aufmerksam zu machen. Sie sind systemrelevant, denn neben der Wiedererlangung der Gesundheit geht es auch um die Prävention, den Erhalt des Lebens und letztendlich um die Würde des Menschen, denn Gesundheit ist ein Menschenrecht. Die Pflegenden zeichnen sich durch hohe Professionalität, soziale und ethische Kompetenzen sowie beeindruckende Leistungsbereitschaft aus.

Dass dies zu lange als selbstverständlich und nichtbeachtet hingenommen wurde, zeigt sich auch in der Region: So bezahlt die Liebenau Leben im Alter (LiLA  - eine Einrichtung der Stiftung Liebenau) nicht den für die Liebenau üblichen Kirchlichen Tarif,, was für die Beschäftigten Nachteile in der Entlohnung, vor allem aber in der betrieblichen Altersvorsorge bringt. Silke Arnold, Betriebsräten bei LiLA, bemängelt, „dass die Beschäftigten kaum finanzielle Möglichkeiten haben, eine Zusatzversicherung zur Altersvorsorge aufzubauen“. Zwischenzeitlich hat verdi Tarifverhandlungen mit der Stiftung aufgenommen, die aber bis dato zu keinem Ergebnis geführt haben. Werner Langenbacher, Betriebsseelsorger der Region fordert von der Stiftung „die Einhaltung kirchlicher Sozialprinzipien, zu denen auch die Solidarität gehört. Eine kirchliche Stiftung soll nichtkostendeckende Bereiche durch gewinnbringende ausgleichen.“

 In Weingarten wurde aus Kostengründen das Krankenhaus 14 Nothelfer geschlossen. Die Privatisierungen von Gesundheitseinrichtungen hat in der Vergangenheit stark zugenommen, wobei zu vermuten ist, dass finanzielle Interessen der Konzerne an erster Stelle stehen, Patienteninteresse dagegen an zweiter.

Peter Niedergesäss von der Katholischen-Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) engagiert sich schon seit Jahren für Gute Pflege. Die KAB hat eine Petition für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege gestartet, konkret zur Abschaffung der 12 Tage Dauerschicht in der Pflege. In kurzer Zeit sind über 80.000 Unterstützer zusammengekommen. Geklärt wird derzeit ob diese Forderung Bestandteil des bundeseinheitlichen Pflegetarifvertrags wird.

Auch die Gewerkschaften fordern schon seit Langem, die Beschäftigten besser zu entlohnen und die Arbeitszeiten so zu gestalten, dass Arbeit und Leben in Balance gehalten werden können. Die Pflegenden haben in den letzten Wochen viel Applaus erhalten, nicht nur von der Straße und aus den Häusern, sondern auch von Politik und Wirtschaft. „Die unglaubliche Einsatzbereitschaft der Pflegekräfte verdient es, dass flächendeckend bessere Löhne in Form von allgemein verbindlichen Tarifverträgen zustande kommen. Das wäre jetzt ein wichtiges Zeichen“, so Frank Kappenberger Gewerkschaftssekretär beim DGB Südwürttemberg.  Nun aber fordern die Beschäftigten endlich Taten der Verbesserungen, die auch spürbar sind. Sie empfanden die Diskussion um die Bezahlung einer einmaligen Sonderprämie beschämend.

Damit die Forderungen der Beschäftigten von LiLA nicht in Vergessenheit geraten, haben der Betriebsrat von LiLA, die Mitarbeitervertretung Liebenau Teilhabe, die Betriebsseelsorge, die KAB sowie verdi und der DGB zu einer Kundgebung auf dem Parkplatz vom Gasthaus Hirsch, Lindauerstr. 51, Liebenau aufgerufen. Diese findet am Dienstag, 12. Mai, von 11:00 – 12:00 Uhr, statt; Unterstützende sind willkommen. Selbstverständlich werden die Hygiene- und Abstandsregelungen eingehalten.

Bericht zum herunterladen

KAB-Sekretärin Andrea Grabherr und KAB-Sekretär Peter Niedergesäss unterstützen die Aktion

Inter(+)aktiv

Treten Sie mit uns in Kontakt

mehrweniger

Adresse

KAB Rottenburg-Stuttgart
Jahnstraße 30
70597 Stuttgart
Telefon: +49 711  9791 - 4640
Kontakt

Unterstützen Sie die KAB

Jede Spende hilft!

Unterstützen Sie die Projekte der KAB und stärken Sie die selbständige Vereinigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Mitglied werden

Hier steht der Mensch im Mittelpunkt.

Jetzt informieren