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15.03.2018

Werner Reiter ist verstorben

Die Beerdigung findet am 19.03.2018

in Kirchhausen um 13:30 Uhr statt.

 

Liebe KAB – Freundinnen und Freunde,
 wir müssen Euch/Ihnen die traurige Mitteilung machen, dass Werner Reiter in der Nacht von Sonntag auf Montag verstorben ist.
In der Anlage findet Ihr/Sie unsere Traueranzeige.
Die KAB in Deutschland, besonders in unserer Diözese und in Uganda verdankt Werner Reiter sehr viel. Ohne seinen Einsatz gäbe es die KAB in Uganda nicht. Dazu hänge ich Ihnen einen Bericht aus dem Buch „Eine.
Welt. Kirche vom letzten Jahr an.
Das Foto stammt von der Überreichung des Päpstlichen Ehrenzeichen „pro ecclesia et pontifice“ durch Weihbischof Kreidler in Rottenburg.
Die Beerdigung findet statt am 19.03.2018 um 13.30 Uhr in Kirchhausen , anschließend Requiem Gruppenvertreter, denen es möglich ist, bitten wir ihr Banner zur Beerdigung mitzubringen.
Wir bitten die Nachricht an Menschen weiterzuleiten, die Werner gekannt haben.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Unsere Gedanken sind bei Agnes und seiner Familie.
Mit freundlichen Grüßen
Peter Niedergesäss
KAB- Diözesansekretär

 

 

„Lifestyle aktuell“

 

Ein Leben für die Eine Welt

 

Als Werner Reiter 1989 wegen drei Bandscheibenvorfällen und ebenso vielen vergeblichen Operationen aufgrund schwerer chronischer Schmerzen mit gerade einmal 52 Jahren  „frühverrentet“ wurde, war dies für ihn kein Grund zu denken, sein Leben sei vorbei. Im Gegenteil: In der Rückschau betrachtet, müsste es heißen: „Jetzt erst recht!“

Werner Reiter war damals so genannter Volksbüroleiter (heute: Dekanatsreferent) in Heilbronn gewesen, durch die Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB) und die Katholische Soziallehre geprägt. Er vertiefte forthin seine schon in den letzten Berufsjahren durch Reisen nach Kenia und Malaysia entdeckte Liebe zur „Dritten Welt“, vielleicht auch weil er feststellte, dass sich das tropisch-heiße Klima in Äquatornähe lindernd auf seine chronische Erkrankung auswirkte.

Dass sich in Heilbronn ab 1979, getragen vom Katholischen Dekanat und Evangelischen Kirchenbezirk, die vorbildliche ökumenische Direktpartnerschaft zu den Diözesen Kota Kinabalu und Kenningau sowie der Basel Christian Church und der Protestant Church in Sabah, Malaysia einen Sitz im Leben der Gemeinden erwarb, war auf katholischer Seite gerade auch Werner Reiters Verdienst. Von 1982 bis 1990 reiste er dreimal zum Aufbau der Partnerschaft in die Provinz Sabah im zu Malaysia gehörenden Staatsgebiet auf der Insel Borneo.

Als 1991 dann aus Anlass des 1250-jährigen Jubiläums der Stadt Heilbronn die Spendenaktion „Heil-Bronnen für Ghana“ ins Leben gerufen wurde, war Werner Reiter mit seinem Sachverstand und seiner Entschlossenheit sofort mit dabei. Bis 2001 machte er mit, fuhr unter anderem fünfmal nach Ghana und sorgte mit dafür, dass über den Förderverein mittlerweile 69 Brunnen in Ghana gebaut und zwei Brunnenbauer ausgebildet werden konnten.

Gleichzeit begann er, der über zwölf Jahre Missionsreferent der KAB Rottenburg-Stuttgart im Bezirk Unterer Neckar und damit verantwortlich für die internationale Zusammenarbeit gewesen war, mit dem Aufbau von Partnerstrukturen in Uganda. Zunächst nur in der Diözese Masaka im Süden des Landes, zu der über deren zweiten Bischof Adrian Ddungu bereits seit Anfang der 1960-er Jahre intensive Kontakte bestanden.

Später dann weitete sich das Programm auf ganz Uganda aus. Von 1994 bis 2007 reiste Werner Reiter rund 15-mal nach Uganda, größtenteils zusammen mit seiner Frau Agnes, und nicht nur für kurzzeitige Partnerschaftsbesuche, sondern auch für längerfristige, teilweise neun Monate lange Arbeitseinsätze.

Die Erfolge können sich sehen lassen, denn neben der Partnerorganisation, dem Catholic Workers Movement (CWM) in der Diözese Masaka, die heute über 3.800 Mitglieder zählt, sind mittlerweile in elf Bistümern Ugandas solche katholischen Arbeitnehmer-Bewegungen mit mehr als 7.000 Mitgliedern in über 300 Gruppen organisiert.

Fast zwei Millionen Euro an Spendengeldern wurden in dieser Zeit über Werner Reiter und die von ihm begründeten Netzwerkstrukturen in Uganda in ungezählte Kleinprojekte des Catholic Workers Movement im Sinne der „Hilfe zur Selbsthilfe“ umgesetzt. Und es entstanden mehr als 25 Gruppenpartnerschaften zwischen der KAB hierzulande und dem CWM in Uganda. Das Knüpfen von Netzen und Brückenbauen setzte sich so fort bis in die dritte Generation, denn auch die Enkel von Werner Reiter sind unterdessen über ihre Schulen in Uganda-Partnerschaften involviert. Zehn Schulpartnerschaften gibt es inzwischen insgesamt.

In den letzten Jahren wurden Werner Reiter viele Ehrungen zuteil für sein über zwei Jahrzehnte währendes, herausragendes und ebenso uneigennütziges wie erfolgreiches weltkirchliches und entwicklungspolitisches  Engagement. Nach der Martinus-Medaille durch die Diözese Rottenburg-Stuttgart, 2004, erhielt er 2007 den „Eine-Welt-Preis Baden-Württemberg“ der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg für sein Lebenswerk, 2008 die Bronzene Mohn-Medaille des KAB-Diözesanverbands, 2009 die Goldene Münze der Stadt Heilbronn, 2011 zunächst die Eckard-Medaille des KAB-Diözesanverbands und im Dezember  schließlich das Päpstliche Ehrenzeichen „pro ecclesia et pontifice“, überreicht durch Bischof Dr. Gebhard Fürst.

Nur eines blieb dem Vorkämpfer für mehr Gerechtigkeit in der Welt, der am 5. Januar 2012 auf 75 Lebensjahre zurückblicken kann, bisher versagt, eine Befreiung nämlich von den zeitweilig unerträglichen Schmerzen, die ihn nun schon mehr als ein Drittel seines Lebens plagen.

(JB)

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Kondolenzschreiben der KAB/CWM aus der Diözese Masaka

Dear Peter Niedergesäss, Members of KAB Germany,

Liebe Agnes Reiter (Yiga), Clemens und Karin Senghaas mit Familie,die traurige Nachricht vom Tode unseres geliebten Freundes Werner Reiter Yiga hat unser Büro am 12. März erreicht. Wir waren davon sehr erschüttert!

Die Diözese von Masaka, die KAB Masaka und meine Familie sprechen euch und allen euren Freunden aus tiefster Seele unser Beileid zu Werners Tod aus.

Wir beten, dass unser geliebter Freund und Pionier der KAB Masaka, unser Werner, nach der langen Zeit ernsthafter und schlimmer Krankheit, im himmlischen Hause des Vaters endloses Glück und Freude finden wird.

Werner Reiter Yiga trug, ebenso wie unser verstorbener Dr. Adrian Kvumbi Ddungu, unser Land in seinem Herzen und hat es sich einst zur Aufgabe gemacht, uns die Frohe Botschaft in Form der KAB zu verkünden.

Jederzeit stand Werner auf der Seite der Armen und Bedürftigen, auf der Seite der Verlassenenund Schwachen. Ihm lag vor allem viel daran, Familien in Not und Waisenkindern zu helfen.

Es ist traurig, dass der Tod mit seiner Endgültigkeit uns unseren geliebten KAB-Pionier weggenommen hat.

„Welch großer Verlust ist der Tod dieser großartigen Persönlichkeit! Ein feinsinniger und gütiger Mann, der Partnerschaft und Freundschaft in Uganda pflegte. Er hat unserer Kultur die Ehre erwiesen und war offen für das Gespräch mit jeder Art Mensch – vor allem den Armen und Notleidenden. Möge er in Frieden ruhen!“

Er arbeitete ohne Unterlass für Uganda und andere afrikanische Länder. Möge Gott es ihm vielfach vergelten. Wir werden ihn stets in unsere Gebete einschließen.

Liebe Agnes Reiter Nakawungu (Witwe), Clemens und Karin Senghaas mit Familie, wir drücken euch respektvoll unser Beileid aus und wünschen euch das Beste für diese Zeit der Trauer. Wir werden weiter für euch und die Seele unseres verstorbenen Freundes beten.

Unser Beileid geht auch an die KAB Deutschland, den Frauenkreis in Kirchhausen sowie die KAB auf der ganzen Welt.

Uganda fehlt nun ein Mensch, dessen Interesse der Pflege, Liebe und Entwicklung armer Gemeinden galt.

Gott segne unseren Bruder Werner Reiter Yiga mit ewigem Leben und tröste und ermutige seine Familie.

Ich schicke die Beileidsbekundung im Namen unseren Herrn Bischof der Diözese Masaka, allen Geistlichen, der gesamten KAB-Familie in Masaka und der Gesamt-KAB in Uganda.

Herzliche Grüße in Christus unserem Herrn und tiefem Mitgefühl,

Muyanja Charles

CWM Secretary_Masaka Dioces(Uganda).

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17.03.2018

Nachruf zum Tod von Herrn Werner Reiter

Wir, der Bischof und die Gläubigen der Diözese Masaka in Uganda, besonders aber Catholic Workers Movement, sind bestürzt und sehr bewegt über die Nachricht, dass unser lieber Freund Werner Yiga Reiter verstorben ist.

Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Frau Agnes und der Familie.

Die CWM Uganda (Catholic Workers Movement) verliert mit Herrn Reiter ihren Begründer und unermüdlichen Helfer, der die Organisation zum Blühen brachte und zu dem, was sie heut ist: ein Zeichen der Solidarität, Entwicklung und Hilfestellung in den Gegenden, in der sie vorhanden ist, besonders aber in der Diözese Masaka.

Wir profitierten viele Jahre von dem unermesslichen Wissen Werner Reiters, seinen vielen Besuchen in unserem Land, seiner Geduld und seiner Güte und Freundlichkeit. Seine Person ist uns ein großes Vorbild in unserer Arbeit.

Wir werden unserem Freund Werner Yiga ein ehrendes Gedenken bewahren und danken ihm dafür, dass durch ihn und seine Arbeit in der KAB ein besseres Leben für uns möglich ist.

Möge Gott der Herr seiner Seele gnädig sein. Herr, lass ihn ruhen in Frieden.

John Baptist Kaggwa

Bischof von Diozese Masaka

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