Neben den 146 km, die einige von unserer Gruppe zurücklegten, hatten wir über den Apennin auch einige Höhenmeter auf steinigen Pfaden zu bewältigen. Der höchste Pass, den wir fast überquerten, war der Monte Valorino mit über 1200 m. Vom Monte Grosso mit 600 m, kurz vor Sarzana, konnten einige von unserer Gruppe schon das Mittelmeer sehen.
Dank unserer beiden Autos, die wir mit dabei hatten, konnten auf den langen Etappen auch Zwischenstopps eingelegt werden. Jede und Jeder konnte nach seinen Möglichkeiten die Stecken bewältigen. Konkret heißt das, nicht alle Teilnehmer sind die ganzen 146 km durchgepilgert.
Wenn die Wege auch manches Mal steinig und bei Regen etwas glitschig waren, boten sie doch viel Abwechselung, tolle Aussichten und spannende Erfahrungen. Einmal begegneten wir einer großen Ziegenherde die nur von Hirtenhunden begleitet wurden.
Die Unterkünfte waren wieder sehr abwechslungsreich, angefangen von einem großen Landhotel in einem kleinen Dorf ohne Bar oder Restaurant, über ein einfaches, familiäres B&B, wo wir im gemeinsamen Wohnzimmer frühstückten, bis hin zu schönen Hotels. Im B&B-Wohnzimmer feierten wir unseren Gottesdienst, an dem die Besitzerin und ihr Sohn gerne teilnahmen und einige Lieder auch mitgesungen haben.
Unser Gottesdienst und die täglichen Impulse hatten dieses Jahr das Thema „Unterwegssein“, gleich ob mit Freunden, in einem fremden Land oder zu sich selbst.
In Pontremoli starteten wir erst um 13.00 Uhr mit unserer Tour. Das schaffte Gelegenheiten zum Bummel über den Markt, Käse zu kaufen oder leckere Amors zu probieren. Wir fanden auch eine Bar der ACLI, ein Nachbarschaftstreff, der an diesem Vormittag leider geschlossen hatte. Die ACLI ist die Partnerorganisation der KAB in Italien, die es auch unter Italienern in Deutschland gibt. Verantwortliche der ACLI helfen uns, die Unterkünfte zu buchen, für diese Unterstützung sind wir ihnen sehr dankbar.
Die Pilger vereinbarten im nächsten Jahr den Weg fortzusetzen, das noch ferne Ziel Rom vor Augen.