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Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart

Wählerinformation statt Wahlkampfgetöse

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg rückt immer näher. Kandidaten von 5 Parteien stellen sich in Weingarten den Fragen der Menschen.

Das Polit-Podium im Martin-Luther-Gemeindehaus in Weingarten hat regen Zuspruch gefunden. Rund 100 Besucher wollten erleben, wie sich fünf Kandidierende für die Landtagswahl im Wahlkreis Ravensburg-Tettnang am 8. März 2026 vorstellten.

Stream aus Stuttgart

Der Weingartener Veranstaltung vorgeschaltet wurde eine Diskussion im DGB-Haus in Stuttgart via Live-Stream. Mit den Spitzenkandidierenden Cem Özdemir (Die Grünen), Manuel Hagel (CDU), Andreas Stoch (SPD), Dr. Erik Schweikert (FDP) und Kim Sophie Bohnen (Die Linke) ging es auf Landesebene zur Sache: 200 000 fehlende Wohnungen, Ausweitung der Mietpreisbremse, Umsetzung des Tariftreuegesetzes, Unterstützung der Firmen in der Transformation, medizinische Versorgung vor Ort und Bürokratie-Abbau -an Themen fehlte es wahrlich nicht. Doch bei allem kritischen Schlagabtausch war sich die Politikerrunde einig: „Die einzigen, die davon profitieren, wenn wir uns zerlegen, sind die Rechtsradikalen“.   

Live in Weingarten

Dann der Live-Auftritt in Weingarten: Auf dem Podium standen Maximilian Betten (Die Grünen) in Vertretung von Anna Wiech, Antje Rommelspacher (CDU), Paul Frank (SPD), Anja Widenmann (FDP) und Tim Wetzel (Die Linke) den Moderatoren Bärbel Mauch (DGB) und Albrecht Knoch (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt) Rede und Antwort, wobei die Runde sachlich, engagiert und fair argumentierte. Auf Moderationskarten konnten die Besucher Fragen stellen. Dabei wollte gleich jemand wissen, warum nicht alle Parteien vertreten seien. Bärbel Mauch sah diese Anfrage vor allem auf die Abwesenheit der AFD gerichtet. Die Antwort der Moderatoren, dass sowohl die Kirchen als auch der DGB dieser Partei kein Forum bieten werden, wurde mit großem Beifall quittiert.

Angesprochen wurden in Weingarten ähnliche Themen wie in Stuttgart. Einer der wichtigsten Punkte: Bei der drohenden Unterversorgung mit Haus- und Landärzten sehen alle mehr oder weniger in den Medizinischen Gesundheitszentren den Schlüssel zur Lösung des Problems. Das sah auch Maximilian Betten so, und Anja Widenmann, Gemeinderätin in Schlier und Doktorandin der politischen Kommunikation, forderte zudem eine verstärkte Ausbildung von Ärzten und Abbau der Bürokratie in den Praxen. Antje Rommelspacher, Rechtsanwältin und CDU- Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Ravensburg, betonte noch die Bedeutung von Digitalisierung und Telemedizin, da nicht überall MVZs eingerichtet werden könnten. SPD-Kandidat Paul Frank, Arzt in der Psychiatrie und Stadtrat in Ravensburg, sieht das MVZ ebenfalls als einen Baustein, brachte dann aber noch die Gemeindeschwester Plus aufs Tapet als Bindeglied zwischen ambulanter und stationärer Versorgung.

Statements der Teilnehmenden

Auf die Frage, was sie denn als erstes verändern würden, wenn sie den Sprung in den Landtag schafften, gab es von den Kandidierenden recht praktische Antworten:

„Die 13 geschlossenen Notfallpraxen wieder aufmachen“ (Paul Frank).

„Bürokratie abbauen und die Berichtspflicht abschaffen für Betriebe unter 20 Mitarbeitern“ (Anja Widenmann).

„Die Einführung eines verpflichtenden und beitragsfreien letzten Kindergartenjahres mit einer verpflichtenden Sprachförderung für Kinder, die das brauchen“ (Antje Rommelspacher).

„Neue Strukturen in der Gesundheitsvorsorge, wozu auch die Vorsorge zählt“ (Maximilian Betten).

„Eine wirksame Erbschaftssteuer, die für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen kann“ (Tim Wetzel).

Nach dem offiziellen Ende gab es noch die Möglichkeit, mit den Kandidierenden persönlich ins Gespräch zu kommen, was viele Gäste in Anspruch nahmen.

Das Veranstaltungsteam mit Inka Roddewig (EBO), Florian Storbel (keb Ravensburg), Philipp Groll (Kath. Betriebsseelsorge Ravensburg), Andrea Grabherr (Kath. Arbeitnehmerbewegung Ravensburg), Albrecht Knoch und Bärbel Mauch zeigte sich mit der Veranstaltung sichtlich zufrieden. Sie war recht gut besucht, und das Ziel, den Kandidierenden und den Besuchern eine Plattform zum informativen Austausch zu bieten, wurde erreicht.

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