Über 150 KAB’ler und KAB’lerinnen wallfahrten am 9. Oktober nach St Stephanus in Wasseralfingen auf die Ostalb. Hier lebt die Kunst Sieger Köders (1925-2015) im Kirchenraum. In ausdrucksstarken Farben entfaltet Sieger Köder seine Theologie. Man merkt ihr an, dass er mit den Menschen gelebt hat. Der Sohn Wasseralfingens, der von sich sagte: „Ich bin Schwabe, bin Pfarrer und male Bilder“.
Dekan Robert Kloker begrüßte die KAB’ler als Pilger der Hoffnung. In seiner Predigt entfaltete er die Emmausgeschichte, zentrales Altarbild, als die Hoffnungsgeschichte der Bibel. Nach dem Tod Jesu, mitten im „Nichts“ werden die Jünger an alles was geschehen ist erinnert. An die Geschichte Gottes mit den Menschen.
Die jährliche Wallfahrt der KAB Senioren ist immer auf’s Neue ein Fest der Begegnung. Spürbar im kräftigen Gesang, der den Kirchenraum erfüllte. Zu erleben, dass die Gottesdienstgemeinde wirklich mitsingt, hat für Organisten Matthias Schimmel schon eher Seltenheitswert. Besonders war auch, dass fünf Geistliche die Messe zelebrierten.
Nachmittags bei der Marienandacht stand der Frauenaltar im Mittelpunkt. Sieger Köder stellt die spätgotische Madonnenfigur in gute Gesellschaft. Sie ist umringt von biblischen Frauenfiguren und zeitgenössischen bzw. historischen Frauen. In seinen Bildern zeigt Sieger Köder: jede ist auf ihre Weise in die Hand Gottes eingeschrieben.
Nach einem gelungenen Tag verabschiedeten sich die Wallfahrer: bis nächstes Jahr, dann, in Ergenzingen.